Vorstellung des Projektes
Etwas zur Geschichte des Programms
Am 29. August 2001 wurde das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für den Kleinen Vasapapageien ins Leben gerufen. Mitbegründer dieser Initiative ist der niederländische Züchter Anton Schreuders, der über viele Jahre schon regelmäßige Vermehrungserfolge mit der Subspezies Coracopsis nigra libs zu verzeichnen hat und in der Vergangenheit ebenfalls für das rasche Bekanntmachen des Europäischen Erhaltungszuchtprojektes für den Kleinen Vasapapageien sorgte. Anton Schreuders, Dr. Georg Sauer und ich verfassten Fachberichte über unser Vorhaben für die verschiedenen Zeitschriften in ganz Europa. Einige Züchter meldeten sich in den Folgejahren; zoologische Einrichtungen wurden durch die Koordinatoren gezielt angeschrieben und um eine Zusammenarbeit zur Erhaltung des Kleinen Vasapapageien in Menschenobhut gebeten. Mittlerweile haben wir so 161 Kleine Vasapapageien und 29 Große Vasapapageien in dem Zuchtbuch registriert, verteilt sind diese Exemplare auf insgesamt 38 Privatpersonen bzw. Institutionen in 10 verschiedenen europäischen Staaten (Stand: März 2014).
Akzeptanz in der zoologischen Fachwelt
Wenn man berücksichtigt, dass in der Vergangenheit viele privat geführte Erhaltungszuchtprojekte für die eine oder andere Vogelart klanglos eingeschlafen sind, dann kann man sich vielleicht vorstellen wie schwierig der Anfang eines solchen Unternehmens für die Koordinatoren der Vasapapageieninitiative war. Die Besitzer von Vasapapageien verhielten sich anfangs skeptisch und die zoologischen Einrichtungen in ganz Europa zeigte noch mehr Zurückhaltung bezüglich der Teilnahme an dem Zuchtbuch. Diese wichtigen Barrieren galt es zu überwinden. Wir beschrieben unsere Planungen den zoologischen Mitarbeitern von Vogelparks und Zoologischen Gärten in ganz Europa und versuchten diese Menschen für uns zu gewinnen. Das Vorhaben gelang schließlich und mittlerweile sind der Knuthenborg Safaripark in Dänemark, der Lisbon Zoo in Portugal, die Loro Parque Fundacion in Spanien, Stichting N.O.P. in den Niederlanden, Wildlife Cricket Park sowie Beale Park in Groß Britannien, der Zoo Zürich und der Walter Zooin der Schweiz und das Vivarium Darmstadt, der Tierpark Berlin und natürlich der Vogelpark Walsrode in Deutschland, wertvolle Teilnehmer unserer Zuchtbemühungen geworden.
Weltweite Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern
Aus der weiteren Arbeit ergab sich zwangsläufig die Notwendigkeit mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zu kommunizieren. Einmal sollten von diesen Leuten Neuigkeiten über ihre jeweilige Arbeit an den Vasapapageien in Erfahrung gebracht werden und andererseits sollte um eine Unterstützung der wissenschaftlichen Mitarbeiter verschiedener Institutionen für das Europäische Erhaltungszuchtprojekt für die Vasapapageien geworben werden. Aus dieser Notwendigkeit entstand ein reger Erfahrungsausstausch mit vielen Wissenschaftlern, die sich für längere Zeit zu Studienzwecken auf Madagaskar aufhielten aber auch zu Zoologen unterschiedlicher naturhistorischer Sammlungen auf der ganzen Welt, die zu einem späteren Zeitpunkt Unterstützung bei den Untersuchungen zur Unterartbestimmung des Kleinen Vasapapageien lieferten. Ich bin froh darüber, dass wir diese Akzeptanz auch in jenen Kreisen erreicht haben und freue mich auf weitere gemeinsame Aufgaben.
Newsletter
Derzeit fassen wir einmal im Jahr die Aktivitäten der Koordinatoren innerhalb dieses Zeitraums in einem Newsletter zusammen. So sind mittlerweile insgesamt 8 Ausgaben veröffentlicht und an die Teilnehmer des Zuchtprojektes verteilt worden.

