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Jörg Asmus

Ein Jahr Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für den Kleinen Vasapapageien
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Ein Erfolg oder gar ein Misserfolg?
von Jörg Asmus

Nach mehr als einjähriger Arbeit an dem von der VZE initiierten Erhaltungszuchtprojekt kann sicherlich erstmals gewagt werden eine Bilanz zu ziehen und auch die Frage nach einem Erfolg oder Misserfolg gestellt werden. Doch lässt sich eine solche Frage für Außenstehende so einfach beantworten?! Ich glaube nicht, so dass sich wahrscheinlich erst nach einer chronologischen Aufführung einiger Geschehnisse jeder selbst eine Antwort auf diese Frage geben kann.
Bislang haben sich Unbeteiligte nur schwerlich ein Bild von der umfangreichen Arbeit, die ein solches Projekt nun einmal zwangsläufig aufwirft, machen können. Dass ein solches Vorhaben letztendlich nicht nur auf Sympathien stößt ist nur zu verständlich, denn der Mensch als Individuum unterscheidet sich nun einmal auch durch seine unterschiedliche Denkweise voneinander. Es wäre schlimm, wenn alle Menschen die gleichen Meinungen und Ansichten hätten, denn eine Diskussion belebt den Geist und man lernt stets dazu. Erstaunlich ist jedoch, dass nur ein Züchter bislang negative Kritiken über das Zuchtprojekt geäußert hat. Ohne den Namen dieses Herrn zu nennen möchte ich auch darauf noch kurz im Schlussteil dieses Berichtes eingehen.
Meine eigene Antwort auf die Frage: „Erfolg oder Misserfolg?“ gebe ich ebenfalls fast zum Ende dieses Artikels ab, nachdem ich versuchen werde die Meinungen und Reaktionen einiger Spezialisten aus der Fachwelt bezüglich unseres Zuchtprogramms darzustellen.
Aber wie ist nun eigentlich die Idee zu dem Zuchtprogramm zur Erhaltung der Volierenbestände des Kleinen Vasapapageien entstanden?
Die grundlegende Idee kam vom Vorstand der VZE, doch war es anfangs nicht der Kleine Vasapapagei, dem diese besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, sondern der Feinsittich, Neophema chrysostoma. Mit diesem Einfall trat man vor etwa 2 Jahren an mich heran. Ich machte jedoch den Vorschlag ein Zuchtbuch für den Kleinen Vasapapageien entstehen zu lassen, da diese Art wesentlich seltener in Menschenobhut gehalten wird und aufgrund der geringen Nachzuchtzahlen und dem mangelnden Interesse an dieser Papageienart bald aus unseren Volieren verschwunden sein könnte.
Am 29.08.2001 erhielt ich von Hans-Joachim Wöhrmann einen Brief, in dem er mir mitteilte, dass am 05.08.2001 im Vorstand der VZE einstimmig darüber entschieden wurde das vorgeschlagene Vasapapageien-Projekt in die Tat umzusetzen. Ich sollte mir in den nächsten Tagen Gedanken zur Durchführung machen, was ich natürlich auch mit großer Begeisterung tat. Das Schreiben des Hans-Joachim Wöhrmann beinhaltete auch die Anmerkung, dass in den Reihen der VZE zwei Züchter existieren, die den Kleinen Vasapapageien bei sich pflegen, neben Dr. Georg Sauer, der mit seinen 3 Kleinen Vasapapageien sofort seine Bereitschaft bekundete an dem Projekt mitzuwirken. Die beiden genannten Züchter sollten in der weiteren Folge vom Vorstand angesprochen und zur Mitarbeit gewonnen werden.
An eine Ausweitung des geplanten Vorhabens auf internationale Ebene war anfangs überhaupt nicht zu denken. Aber wie der Zufall es wollte meldete ich mich am 18.08.2001 auf eine Annonce im Internet. Anton Schreuders aus den Niederlanden suchte über eine Anzeige Halter und Züchter von Kleinen Vasapapageien auf der ganzen Welt zum Erfahrungsaustausch. Ich nahm sofort per E-mail Kontakt mit ihm auf und wir pflegen seitdem einen regen Informationsaustausch. Er teilte mir seine Erfahrungen in der Haltung und später auch in der Zucht seiner Kleinen Vasapapageien mit. Vor allem die Berichte über seine Madagaskarreise im Jahr 1995 bewegten mich sehr und machten zudem deutlich, dass auch die Populationsgröße des Kleinen Vasapapageien in deren ursprünglichen Heimat abgenommen hat. Beschäftigt man sich mit den wirtschaftlichen Verhältnissen dieses Inselstaates etwas genauer ist leicht zu erkennen, dass es bei fortschreitender Lebensraumvernichtung nicht sehr gut um die Zukunft des Kleinen Vasapapageien bestellt ist.
Zum Zeitpunkt der ersten Kontaktaufnahme mit Anton Schreuders hatte er 16 Kleine Vasapapageien in seiner Obhut. Es machte nicht viel Mühe Anton Schreuders von der Notwendigkeit eines solchen geplanten Zuchtprogramms zu überzeugen und zur Mitarbeit zu bewegen, doch die Ausdehnung des Projektes auf andere Länder musste mit dem Vorstand abgestimmt werden. Aber auch hier gab es keine Probleme. Im Übrigen hatte Anton Schreuders einige Zeit zuvor bereits in den Niederlanden versucht ein ähnliches Projekt auf die Beine zustellen, jedoch fehlte es am Interesse anderer Halter des Kleinen Vasapapageien. Somit war Anton Schreuders anfangs auch zu recht etwas skeptisch, was die Aussichten auf den Erfolg eines solchen Vorhabens betraf.
Am 02.09.2001 schickte ich Hans-Joachim Wöhrmann meine Vorschläge zur Durchführung des Erhaltungszuchtprogramms. Nachdem die Ziele festgelegt wurden habe ich begonnen erste Artikel über den Kleinen Vasapapageien zu verfassen, immer wieder mit dem Hinweis auf das angehende Projekt, mit dem eigentlichen Ziel es bekannter zu machen.
In der Zwischenzeit übernahm Dr. Georg Sauer die Koordinierung des Zuchtprogramms. Ich kümmerte mich weiter um die Bekanntmachung unserer Sache. So nahm ich am 26.11.2001 Kontakt mit Rosemary Low auf und schickte ihr eine kurze Information zu dem Erhaltungszuchtprojekt. Da mir bekannt war, dass Rosemary Low keine Kleinen Vasapapageien mehr in ihrem Besitz hat bat ich sie darum diese Mitteilung an den ihr bekannten Haltern und Züchtern dieser Papageienart weiterzuleiten. Ich hoffte über den großen Bekanntenkreis von Rosemary Low weitere Halter des Kleinen Vasapapageien ausfindig machen zu können.
In der Folgezeit ereignete sich nicht viel weil ganz einfach noch keine größere Öffentlichkeitsarbeit gemacht wurde. Anton Schreuders und ich tauschten Literaturquellen bezüglich der Vasapapageien aus und wir schickten uns gegenseitig Fotos unserer Tiere zu. Weiterhin pflegte Anton Schreuders seinen guten Kontakt zu Roger Wilkinson (Kurator im Chester Zoo, Großbritannien), einem Experten in Sachen Vasapapageien. Leider hatte der Chester Zoo vor einigen Jahren alle seine Kleinen Vasapapageien an PBFB verloren und somit die Art nicht mehr im Bestand. Kontakte hielt Anton Schreuders auch mit einigen zoologischen Gärten in den USA. Einige Zoos in den Vereinigten Staaten führen bereits ein Zuchtprogramm für Vasapapageien, allerdings unter wesentlich anderen Richtlinien und Kriterien.
Am 28.01.2002 war dann die erste Internetpräsentation des Erhaltungszuchtprogramms fertig und auf der VZE-Website zu sehen.
Am 08.02.2002 erhielt ich eine E-mail von Cyril Laubscher. Er ist ein bekannter professioneller Vogelfotograf. Cyril Laubscher teilte mir mit von unserem Projekt gehört zu haben. Außerdem übermittelte er mir die E-mail-Adresse von Pauline Coles aus Großbritannien. Pauline Coles besitzt über 20 Große – und 7 Kleine Vasapapageien und Cyril Laubscher hatte Pauline Coles bereits im Vorfeld über unser Zuchtprogramm informiert. Für mich stellte sich natürlich zuallererst die Frage woher Cyril Laubscher von unserem Projekt erfahren hatte.
Ich nahm selbstverständlich sofort Kontakt mit Pauline Coles auf und erhielt auch bald eine Antwort. Sehr großes Interesse erweckte Pauline Coles bei uns als sie mitteilte im Besitz einiger C. n. barklyi zu sein, dem sehr seltenen Praslin-Vasapapageien.
Am 14.02.2002 folgte eine E-mail von Anita Lincoln, einer Zoohändlerin aus London. Sie hatte zur damaligen Zeit ein handaufgezogenes Einzeltier, das sehr zahm war und zudem sprechen konnte. Dieses Tier ist mittlerweile verkauft worden und somit Anita Lincoln auch wieder aus dem Projekt ausgeschieden. Durch Anita Lincoln fand ich schnell heraus, dass wir das plötzliche Interesse aus Großbritannien einem Aufruf im „Cage and Aviary Birds“, einem englischen Vogelmagazin, zu verdanken hatten. Aber wer war der Verantwortliche zu diesem Aufruf?
Anfang Februar 2002 erschien der erste Artikel über das Zuchtprogramm in der Monatszeitschrift „Ziergeflügel- und Exoten“. Daraufhin meldete sich am 18.02.2002 Klaus-Dieter Hoffmann mit einem Paar Kleiner Vasapapageien. Im Februar 2002 waren wir somit bereits 6 Mitglieder mit 31 Kleinen Vasapapageien. Zu diesem Zeitpunkt machte mir Volker Würth von der Zeitschrift „Papageien“ das Angebot kurzfristig einen Aufruf zur Mitarbeit an dem Projekt im Nachrichtenteil der „Papageien“ zu veröffentlichen. Am 20.02.2002 erhielt er daraufhin meine kurze Ausarbeitung, die in der März-Ausgabe dieser Zeitschrift letztendlich veröffentlicht wurde. Am 25.02.2002 erhielt ich einen Brief von Rosemary Low. Als Inhalt entnahm ich eine Kopie des Aufrufs im „Cage and Aviary Birds“ vom 08.02.2002 und eine kurze Mitteilung von Rosemary Low, die fast wie eine Entschuldigung klang, denn sie schrieb, dass sie diesen Aufruf in der veröffentlichten Form bereits am 30.11.2001 an das Magazin weiterreichte, es dort aber leider erst im Februar 2002 publiziert worden ist. Sie empfand das Projekt für so wichtig, dass sie sich unmittelbar nach dem Erhalt meines Briefes an die Arbeit machte um diese Information an die englischen Vogelliebhaber weiterzureichen.
Derselbe Aufruf erschien etwas später noch einmal in der schweizerischen Fachzeitschrift „Gefiederter Freund“ und in der vom World Parrot Trust herausgegebene Zeitschrift „Psittascene“. Ende Februar 2002 erhielten wir schließlich die Information, dass der Loro Parque Teneriffa Interesse an einer Mitarbeit zeigt. Dr. Georg Sauer hatte mit Matthias Reinschmidt, Kurator im Loro Parque, telefoniert, der die Bereitschaft zur Mitarbeit signalisierte. Der Loro Parque hatte zu diesem Zeitpunkt 17 Kleine Vasapapageien im Bestand. Nähere Absprachen über die zukünftige Zusammenarbeit sollten schließlich bei dem Besuch von Dr. Ernst Günther im Loro Parque Teneriffa, zur Osterzeit des gleichen Jahres, erfolgen.
Am 06.03.2002 meldete Anton Schreuders, dass der Zoo Lissabon in Portugal mit einem geschlechtlich nicht bestimmten Kleinen Vasapapageien an dem Projekt teilnehmen möchte.
Am 14.03.2002 meldete sich Peter Schmid aus der Schweiz bei mir mit einem Zuchtpaar und 2 Jungvögel aus dem Jahr 2001.Eine weitere Meldung erreichte mich am 30.03.2002. Russel Jenkins vom Vogelpark „Birdworld“ in Großbritannien teilte mit, dass er einen weiblichen Kleinen Vasapapageien besitzt und an dem Projekt teilnehmen möchte.
Ab diesem Zeitpunkt kamen vorerst keine weiteren Interessenbekundungen mehr bei uns an. Wir machten uns in der Zwischenzeit Gedanken über verschiedene organisatorische Dinge. So musste beispielsweise überlegt werden, welche Software für die Zuchtbuchverwaltung am besten geeignet ist und wie das Projekt noch bekannter gemacht werden kann. Anton Schreuders begann damit sich nach Möglichkeiten einer Unterartenbestimmung der vorhandenen Kleinen Vasapapageien durch ein DNA-Analyseverfahren zu erkundigen. Außerdem wollten wir die uns bekannten europäischen Vogelzuchtverbände über das Zuchtprogramm informieren und um eine Veröffentlichung in deren Verbandszeitschriften bitten. Zudem suchte ich im Internet nach Vogelparks in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz und schrieb diese und auch einige Zoos gezielt an. Von den wenigen Antworten hatte leider keine dieser Institutionen Kleine Vasapapageien im Bestand. Diese Aktion verlief somit erst einmal erfolglos. Um die bereits gewonnenen Interessenten mit Informationen zu versorgen wurden die Richtlinien zu dem Zuchtprogramm entworfen und in der vorläufigen Endfassung am 06.06.2002 an die deutschsprachigen Mitglieder versandt. Danach wurde mit der Übersetzung dieser Schrift ins Englische begonnen. In der Zwischenzeit erhielt ich von Dr. Georg Sauer die Information, dass Dr. Werner Tschirch mit seinen 3 Kleinen Vasapapageien an dem Projekt teilnehmen möchte.
Am 05.06.2002 bekam ich wieder eine Meldung aus den Niederlanden. Harm Harmsen meldete sich mit seinen 10 Kleinen Vasapapageien zur Teilnahme. Eine weitere Meldung erreichte Anton Schreuders am 24.06.2002. Der Papageienpark Stichting N.O.P. aus den Niederlanden ist im Besitz von 2 Vögeln der Unterart C. n. sibilans. Am 27.06.2002 erfolgte durch André Bastiaens mit seinen 2 Kleinen Vasapapageien die erste Meldung aus Belgien und bereits am 28.06.2002 meldete sich ein weiterer Interessent aus diesem Land mit einem Einzeltier. Bei diesem Halter handelte es sich um Pierre Rutten.
Am 17.08.2002 erhielt ich einen Anruf von Thomas Haupt. Er meldete sich aufgrund eines Berichtes, der in der Ausgabe 5/2002 der „Papageien“-Zeitung erschienen ist. Thomas Haupt wollte mir mitteilen, dass das VIVARIUM Darmstadt mehrere Kleine Vasapapageien im Bestand hat und es sicherlich ratsam wäre mit dieser Institution in Verbindung zu treten. Er hatte auch gleich die Telefonnummer des VIVARIUMs parat und war auch selbst sofort bereit mit seinen 3 Kleinen Vasapapageien an unserem Zuchtprojekt teilzunehmen. Am gleichen Tag noch telefonierte ich mit Frau Umlauf vom Darmstädter VIVARIUM. Nach einem längeren Gespräch zeigte sie durchaus Interesse an dem Projekt, jedoch konnte sie über eine Mitarbeit des VIVARIUMs nicht allein entscheiden. Sie bat um Zusendung weiterführender Informationen und sagte mir nach diesem sehr langen Telefonat zu, dass sich Herr Becker, der Leiter des VIVARIUMs, bei mir melden wird.
Da die Anzahl der Interessenten nun mittlerweile auf 17 angestiegen ist wurden wir uns schnell einig, dass Anton Schreuders künftig die Korrespondenz mit den englisch- und holländisch sprechenden Mitgliedern hält. Er verfügt über sehr gute Englischkenntnisse, was einem Informationsaustausch erheblich zu erleichtern vermag.
Am 22.08.2002 meldete sich Herr Becker, der Tierparkleiter des VIVARIUMs Darmstadt mit 5 Exemplaren des Kleinen Vasapapageien zur Teilnahme an dem Erhaltungszuchtprojekt an. Er gab uns auch den Ratschlag mit der EAZA in Verbindung zu treten, nicht unbedingt um mit dieser Gesellschaft zusammenzuarbeiten sondern vielmehr um von dort eventuell weitere Adressen von zoologischen Gärten zu erhalten, die die von uns gesuchte Papageienart im Bestand haben. Diesem Vorschlag sind wir nachgekommen.
Am 02.11.2002 kam es am Rande der Bundesausstellung der VZE zum ersten Treffen zwischen Dr. Georg Sauer, Anton Schreuders, Tom de Barbanson (Niederlande) und meiner Person. Tom de Barbanson wurde als neues Mitglied an dem Zuchtprojekt willkommen geheißen, er hat einige Tiere von Anton Schreuders in seinen Volieren untergebracht.
Dieses Treffen am 02.11.2002 kann insgesamt als sehr produktiv gewertet werden, denn es wurde als Ergebnis ein genauer Plan zum weiteren Werdegang des Projektes erarbeitet.
So soll in der nächsten Zeit vor allem die Untersuchung der 4 Unterarten vorangetrieben werden. Aus diesem Grund hatte Anton Schreuders bereits im Vorfeld Kontakt mit Prof. Mike Perrin, Südafrika, aufgenommen. Prof. Perrin ist Professor für Zoologie und befasst sich unter anderem mit DNA-Untersuchungen, auch zur Bestimmung von Arten beziehungsweise Unterarten. Um derartige Untersuchungen an unseren Tieren durchführen zu können muss natürlich erst einmal das passende Vergleichsmaterial beschafft werden. Weiterhin ist es nicht zuletzt auch eine Kostenfrage, die über eine solche Bestimmungsmethode entscheidet.
Solange eine sichere Bestimmung der Subspezies nach der DNA-Struktur nicht möglich ist werden wir uns mit einer sehr genauen Beschreibung der Unterarten nach objektiven Merkmalen befassen. Hierbei handelt es sich um ein kompliziertes Unterfangen, wenn man bedenkt wie viel Hybriden sich allein in Menschenobhut befinden und teilweise als solche bereits von Madagaskar aus in alle Welt exportiert worden sind. Zur Beschreibung der Unterarten werden darum grundsätzlich nur Vögel ausgesucht, deren Herkunft (genaues Gebiet auf Madagaskar, Seychellen, Praslin) eindeutig nachzuweisen ist. Am ehesten findet man solche Exemplare als Bälge in einigen Museen. Erste Kontakte mit Museen sind erfolgt. Herr Jürgen Fiebig vom Museum für Naturkunde in Berlin sagte mir zu, dass ich die dort vorhandenen 7 Bälge Kleiner Vasapapageien besichtigen, vermessen und fotografieren dürfe. Er zeigte ein sehr großes Interesse an unserem Projekt, zumal er gerade rein zufällig an einem Bericht über den Großen Vasapapageien schreibt. Wir wünschen uns natürlich in vergleichbarer Verfahrensweise mit anderen Museen zusammenarbeiten zu können. Diese Zusammenarbeit kam letztendlich Anfang 2003 zustande. Nachdem ich am 04.02.2003 die 7 Bälge des Kleinen Vasapapageien in Berliner Naturkundemuseum untersucht, beschrieben, vermessen und fotografiert habe, erhielt ich von Herrn Fiebig die Zusage, dass das Berliner Naturkundemuseum eventuelle Leihgabe anderer Museen entgegennehmen würde. Ich machte mich sofort an die Arbeit und telefonierte mit allen größeren deutschen naturhistorischen Museen. Die Bereitschaft zur Mitarbeit war enorm, nur leider sind in Deutschland nicht sehr viele Präparate dieser Vogelart vorhanden. Ein brauchbarer Balg befindet sich in Halberstadt und zwei in Braunschweig. Beide Museen besuchte ich am 05.03.2003 nacheinander. Für eine gute Unterstützung meiner Arbeiten sorgten Herr Dr. Hevers und Herr Scholz (Braunschweig) sowie Herr Dr. Nicolai und Herr Holz (Halberstadt). Zwischenzeitlich erhielt ich auf all meine Anfragen von jedem angeschriebenen Museum eine Antwort. Nur wenige Bälge sind in Deutschland vorhanden, noch weniger sind davon genau datiert. So werden in der nächsten Zeit nur noch die 6 Bälge des Senckenberg-Instituts untersucht, die von Herrn Gerald Mayr am 23.05.2003 selbst nach Berlin gebracht werden, und eventuell ein Präparat aus Hamburg. Da mit diesem geringen Balgmaterial keine eindeutige Aussage zur Unterartenproblematik des Kleinen Vasapapageien erreicht werden kann war natürlich schnell klar. Ich versuchte daraufhin Kontakt zu den großen europäischen naturhistorischen Sammlungen aufzunehmen. Sehr schnell erhielt ich auch entsprechende Antworten. Als erstes war Prof. Per Ericson vom Swedish Museum of Natural History (Stockholm) dazu bereit die dort vorhandenen 7 Bälge nach Berlin zu schicken. Danach folgte durch Herrn Mark Adams die Zusage vom Natural History Museum in Tring (London) mir 17 Bälge zur Verfügung zu stellen. Nur wenige Tage später erhielt ich eine Antwort von Dr. Eric Pasquet vom Muséum National d’Histoire Naturelle in Paris. Er erklärte sich bereit 47 Bälge als Leihgabe in das Berliner Museum zu schicken. Jetzt sah die Situation bereits erfreulicher aus. Ich telefonierte zwischenzeitlich des Öfteren mit Herrn Grünwald vom Zoologischen Museum Hamburg. Als ich ihm von den Leihgaben aus den großen europäischen Museen erzählte hat er eine Weile geschwiegen. Dann sagte er sehr überzeugend zu mir: „Wissen Sie Herr Asmus, dass Sie unwahrscheinliches Glück haben.“. Auf meine Frage warum dies so sei antwortete er: „Wir vom Hamburger Museum haben schon so oft versucht aus diesen Museen Balgmaterial zu bekommen, aber nie ist es zu einer Leihgabe gekommen.“ Aus dieser Äußerung konnte man ein wenig Neid entnehmen.
Die gesamten Untersuchungen dauern noch an, da derartige Leihgaben sich häufig aus 2 bis 3 Sendungen zusammensetzen. Des Weiteren entscheidet in den kommenden Tagen das American Museum of Natural History in New York über die Leihgabe von 60 Bälge des Kleinen Vasapapageien. Auch das University Museum of Zoology in Cambridge hat mittlerweile über die Leihgabe von 18 Bälgen entschieden, nur sind die dort vorhandenen Präparate für die Untersuchungen nicht unbedingt notwendig, da es sich vornehmlich um die leicht erkennbaren Unterarten C. n. barklyi und C. n sibilans handelt. Außerdem würden Bälge von dort nur in Sendungen von 1 bis 2 Exemplaren als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden. Man kann sich vorstellen, wie lange es dauern würde alle 18 Bälge aus Cambridge zu untersuchen.
Meines Erachtens ist die Überlassung dieser wertvollen Präparate, worunter zum Teil sogar Typusexemplare vorhanden waren, ein Zeichen der hohen Anerkennung derartiger Zuchtprojekte durch so wichtige Institutionen.
Neben den Untersuchungen an den Bälgen werden wir ältere Literatur nach Beschreibungen des Kleinen Vasapapageien durchsuchen und diese Angaben mit den Ergebnissen unserer vorangegangenen Untersuchungen am lebenden beziehungsweise toten Exemplar abgleichen. Diese genaue Bestimmung jeder einzelnen Subspezies hat vorerst oberste Priorität, da hiervon im Wesentlichen der Erfolg des gesamten Projektes abhängig ist, denn es ist natürlich fast unmöglich eine Erhaltungszucht mit Hybriden oder unbestimmten Unterarten durchzuführen.
Ein Zuchtbuch zu führen und zudem auf die Arten- beziehungsweise Unterartenreinheit zu achten, wäre eigentlich für jede Vogelart zwingend notwendig. Nur so können sich nachfolgende Generationen noch an dem erfreuen was wir heute so lapidar als Biodiversität bezeichnen.Wir haben uns auf dem Treffen in Leipzig-Markleeberg dazu entschieden alle 3 Monate ein Newsletter an die Mitglieder des Zuchtprojektes zu versenden und außerdem eine eigene Website im Internet einzurichten, auf deren Ebene alle Interessenten direkt miteinander in Verbindung treten können. Hier kann dann in Zukunft ein offen durchgeführter Erfahrungsaustausch stattfinden, von dem letztendlich jeder Vasapapageienliebhaber profitieren kann. Natürlich wird aber auch die Werbung für das Projekt fortgeführt.
Da es sich um ein internationales Projekt handelt sind bestimmte gesetzliche Bestimmungen beim Im-/Export in bestimmte Länder zu beachten. So hat Großbritannien grundsätzlich strengere Regeln als beispielsweise die Niederlande. Aber auch die Ein- und Ausfuhrbestimmungen bei Nicht-EG-Ländern müssen beachtet werden. Diese unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen gilt es zu erfassen und an die Mitglieder weiterzuleiten. Auch dies ist eine der Aufgaben, die wir uns für die nächsten Monate gestellt haben.
Diese Punkte sind nun mehr oder weniger die Arbeitsschwerpunkte der nächsten Monate. Nun aber weiter mit der chronologischen Auflistung.
Am 05.11.2002 hat sich der Zoo Cricket St. Thomas aus Großbritannien als neues Mitglied anmelden lassen, mit 3 Kleinen Vasapapageien. Am gleichen Tag noch stellte uns Bart Hiddinga von der EAZA die Richtlinien zur Teilnahme an EEP-Programmen zur Verfügung. Anton Schreuders hatte sich Tage zuvor mit ihm in Verbindung gesetzt. Obwohl wir an dem EEP-Programm nicht teilnehmen können ist diese Datei doch sehr interessant für uns. Im Übrigen steht diese Information im Normalfall nur EAZA-Mitgliedern zur Verfügung!
Am 06.11.2002 kam schließlich die erste Meldung aus Schweden. Bengt Persson meldet an diesem Tag seine 9 Kleinen Vasapapageien. Er hält diese Papageienart seit über 20 Jahren und hat ausgiebige Verhaltensstudien an seinen Tieren vorgenommen, die er in einer 120 m⊃2; großen Gemeinschaftsvoliere hält.
Am 10.11.2002 besuchte Anton Schreuders die nationale Ausstellung der niederländischen Vogelzuchtvereinigung „Parkieten Sociëteit“. Hier sprach er mit den Leuten vom Poicephalus-Stammbuch aus den Niederlanden, das seit 1996 existiert. Diese Leute zeigten großen Respekt für das was wir in dieser ziemlich kurzen Zeit erreicht haben, mit unseren Kontakten auf der ganzen Welt. Sie erklärten Anton Schreuders, dass das Poicephalus-Stammbuch derartige Arbeitsergebnisse bisher nicht vorweisen kann.
Auch aus Dänemark meldete sich am 12.12.2002 erstmals ein neues Mitglied. Der Knuthenborg Park gab an in seinem Gesamttierbestand 4 Kleine Vasapapageien zu führen.
Zum Jahresabschluss konnten dann noch die Zuchterfolge des Jahres 2002 verbucht werden. So hat der Loro Parque und Anton Schreuders jeweils 3 Jungvögel des Kleinen Vasapapageien erfolgreich aufziehen können.
Im Jahr 2003 meldete sich schließlich am 30.03.2003 Lolke Dijkstra aus den Niederlanden mit 3 Kleinen Vasapapageien. Und am 04.05.2003 meldeten sich noch 2 Leute aus Großbritannien und jemand aus Griechenland zur Teilnahme an dem Zuchtprojekt an. Hier fehlen mir aber noch genauere Angaben.
Bisher erfuhren wir, mit einer Ausnahme, durchweg positive Reaktionen auf unser Zuchtprogramm. So haben sich verschiedene Spezialisten auf dem Gebiet Vasapapageien sehr lobend über unsere Initiative geäußert. Hierbei handelte es sich bislang um Roger Wilkinson (Großbritannien), Dave Blynn (USA), Scott Lewis (USA), Rosemary Low (Großbritannien), John Warne (Neuseeland), Joseph M. Forshaw (Australien) und auch Dr. Jonathan Ekstrom (Großbritannien). Mit Dr. Jonathan Ekstrom von der Sheffield University kam der Kontakt erstmals am 15.12.2002 zustande. Er studierte den Großen Vasapapageien zwischen 1999 und 2001 in den Wäldern von Madagaskar. Über seine dortige Forschungsarbeit hat er seine Doktorarbeit geschrieben, die er vor kurzem beendet hat und welche sich jetzt in der Sheffield University befindet. Jonathan Ekstrom stellt uns diese bisher unveröffentlichte Arbeit zur Verfügung! Außerdem möchte er uns auf Anfrage seine Beobachtungen des Kleinen Vasapapageien auf Madagaskar mitteilen.
Ein weiterer wichtiger Kontakt ist der mit Dr. Wolf-Dieter Busching, Leiter des Naumann-Museums in Köthen. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der Gefiederkunde und Morphologie der Vögel. In seiner Federsammlung befinden sich über 14.000 Federkleider. Mit Dr. Busching pflege ich seit einiger Zeit einen guten Kontakt. Auch er äußerte seine Anerkennung über unser Vorhaben und dem bisher Erreichten.

Auf jeden Fall zeigen diese Reaktionen, dass auch wir als Privathalter in der Fachwelt mittlerweile absolut respektiert werden. Diese Tatsache wird schon damit bestätigt, wie viele Zoos und Vogelparks mittlerweile bei unserem Projekt mitwirken. Für mich selbst stellt sich das Projekt somit bisher zweifelsfrei als Erfolg dar.

Als nicht so gut möchte ich nur eine kleine Meinungsverschiedenheit mit einem in der Vergangenheit doch recht erfolgreichen Züchter des Kleinen Vasapapageien bezeichnen.
Eine mir gute Bekannte hatte vor ein paar Monaten einen kurzen E-mail-Kontakt mit einem Herrn, von dem sie ein paar Kleine Vasapapageien erwerben wollte. Neben der Kaufanfrage wollte sie auch wissen, ob er sich auch an dem Zuchtprogramm zur Erhaltung der Bestände des Kleinen Vasapapageien in Menschenobhut beteiligt. Als Antwort erhielt sie nach kurzer Zeit eine Email, indem dieser Züchter unter anderem seine klare Distanzierung zu dem Zuchtprojekt äußerte und für sich feststellte „Eine Zusammenarbeit mit solchen Leuten erscheint mir nicht erstrebenswert“. Er nahm Bezug auf seine 3 Kleine Vasapapageien, die anlässlich einer Bundesausstellung der VZE gezeigt wurden, und auf seine Veröffentlichung in einer bekannten Fachzeitschrift über die Haltung und Zucht des Kleinen Vasapapageien. Alle diese (seine) Bemühungen wurden seiner Meinung nach bei allen Profilierungsversuchen der Initiatoren „Vasa Erhaltungs-Programm“ negiert.
Er nahm weiterhin Bezug auf die von mir bislang veröffentlichten Berichte in der „Ziergeflügel und Exoten“, „Papageien“ und der „Gefiederten Welt“ und empfahl meiner Bekannten diese Artikel miteinander zu vergleichen, da sich bei der Schilderung meiner Zuchtabläufe gravierende Diskrepanzen ergeben. Seiner Meinung nach handelte es sich bei den 3 Zuchtberichten sogar um Berichte über ein und demselben Paar aus ein und demselben Jahr!
Man muss aber nicht unbedingt Germanistik studiert haben um meine Artikel zu verstehen. So beschreibt mein erster Bericht in der „Ziergeflügel und Exoten“ die Haltung und Zucht des Kleinen Vasapapageien im Allgemeinen, was sicherlich mit Leichtigkeit ersichtlich ist. Der Artikel in der „Papageien“ beschreibt das Verhalten und die Fortpflanzung dieser Art im Allgemeinen und die Situation des Kleinen Vasapapageien auf Madagaskar. Erst in der „Gefiederten Welt“ beschreibe ich meine eigenen Erfahrungen in der Haltung und Zucht dieser Vögel! Aus diesem Bericht geht beispielsweise hervor, dass mein Paar Kleine Vasapapageien Mitte Februar mit der Umfärbung ihrer Schnäbel begannen, einem Zeichen der einsetzenden Brutbereitschaft. Nach Ansicht des (nichtgenannten) Züchters ist dies jedoch unmöglich, da seine eigenen Tiere dieser Art erst im Frühjahr mit der Mauser beginnen und dann viel später in Brutstimmung geraten. Meine anderslautende Erfahrung akzeptiert dieser Züchter wahrscheinlich nicht. Die allermeisten Zuchtberichte decken sich natürlich mit den Angaben dieses Herrn, die ich im Übrigen vollends akzeptiere und auch nicht anzweifle. Aus der Fachliteratur und auch nach einigen Angaben anderer Züchter sind aber auch so frühe Brutzeiten, wie bei meinen Kleinen Vasapapageien geschehen, zu erfahren. Allerdings scheinen dies eher Ausnahmefälle zu sein. Auch Kleine Vasapapageien sind nun einmal Individuen mit unterschiedlichen Charakteren, die auf gewisse Umweltverhältnisse verschiedentlich reagieren können. Nicht zuletzt sind Auswirkungen von unterschiedlichen Haltungsbedingungen auf das jahreszeitliche Brutgeschehen von einer Vielzahl anderer Papageienarten bekannt, warum sollte also ausgerechnet der Kleine Vasapapagei sich anders verhalten beziehungsweise eine Ausnahme bilden, wo doch das gesamte Fortpflanzungsverhalten dieser Papageienart noch viele Fragen offen lässt?
In der Zwischenzeit nahm ich selbst auch Kontakt mit diesem Züchter auf, erstens um auf seine Mitteilungen an meiner Bekannten zu reagieren und zweitens um ihm von der Unwahrheit seiner Äußerungen zu überzeugen. Inwieweit meine Überzeugungsarbeit Früchte trug vermag ich nicht zu sagen. Ich weiß aber, dass ich diesem Züchter alle seine bisher getätigten Behauptungen wiederlegen konnte.
So machte er beispielsweise in einer E-mail an meiner Bekannten noch einige negative Anmerkungen zu meinen Veröffentlichungen. So sollen auf verschiedenen Bildern meiner Publikationen über den Kleinen Vasapapageien meine eigene Voliere und ein Foto von meinem Zuchtpaar und den dazugehörigen Jungvögeln zu sehen sein! Er bezeichnete diese Voliere sinngemäß als unsauber. Aber keine seiner Feststellungen entspricht der Wahrheit, denn weder wurde bislang ein Bild meiner Alttiere mit den dazugehörigen Jungvögeln veröffentlicht, noch handelt es sich um meine Voliere, die auf dem angesprochenen Foto abgebildet sein soll. Liest man die Bildquellen und –beschreibungen zu den Fotos in den von ihm erwähnten Berichten wird man dies bestätigt sehen.
Es kam zu einigen weiteren Behauptungen seitens dieses Herrn, die sich allerdings als nicht haltbar erwiesen und dem auch dieser Herr nach 2 Emails von mir nichts mehr hinzusetzen hatte.
Diesbezüglich hier an dieser Stelle noch näher ins Detail zu gehen erübrigt sich, da es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Ich erfuhr auch von einem anderen Zuchtfreund, dass dieser Herr sich in Markleeberg auf der Bundesausstellung der VZE in ähnlicher Weise, wie beschrieben, geäußert hatte. So soll das Zuchtprojekt von ihm als „Phantasterei“ bezeichnet worden sein. Dies geschah allerdings vor meinem Email-Kontakt mit ihm. Ich weiß immer noch nicht genau, ob es bei diesem Herrn die Motive Neid, Missgunst oder ein zu großes Geltungsbedürfnis waren, die ihn zu solchen Äußerungen hingerissen haben, oder ob es bei ihm ganz einfach die Unfähigkeit ist Berichte zusammenhängend zu lesen. Der Bezeichnung „Phantasterei“ möchte ich einer Textpassage aus einem Brief an mir, geschrieben von Joseph M. Forshaw zu unserem Zuchtprojekt, gegenüberstellen: „...Ich habe sehr interessiert von Ihrer Initiative bei der Koordinierung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für den Kleinen Vasapapageien Kenntnis erhalten und wünsche Ihnen Erfolg bei dieser Arbeit. Es ist wichtig, dass ein Maximum von Gefangenschaftsbeständen erhalten bleibt und somit die Lebensfähigkeit dieser Population sichergestellt wird....“. Herr Forshaw dürfte allen Papageienliebhabern bekannt sein, ist er doch als Fachbuchautor weltweit bekannt und gilt zudem als absoluter Experte in Sachen Papageien.
Zu einer niveauvollen Diskussion über alle möglichen papageienbetreffenden Themen bin ich jederzeit bereit. Ich akzeptiere auch grundsätzlich und gern die Meinungen anderer Menschen, wenn diese an meinen Berichten etwas zu bemängeln haben oder gewisse Angaben aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Ich empfinde es jedoch mehr als feige, wenn hinter dem Rücken anderer mehrfach Unwahrheiten verbreitet werden. Das schadet in erster Linie nicht mir sondern sicherlich zuerst dem Erhaltungszuchtprojekt des Kleinen Vasapapageien. Und um dies aus dem Weg zu gehen habe ich mich dazu hinreißen lassen zum Ende dieses Berichtes auf diesen Herrn hinzuweisen. Ich denke aber es wird sich ein jeder dennoch ein realistisches Bild über das bisher Erreichte machen können.
Weitere Höhepunkte sind nach der Fertigstellung dieses Artikels geschehen beziehungsweise stehen noch bevor. So werden Anton Schreuders und Tom de Barbanson am 17.05.2003 einen Vortrag bei der Parrot Society im Chester Zoo (Groß Britannien) halten und Dr. Georg Sauer und ich im September 2003 bei der nächsten Tagung der Gesellschaft für Tropenornithologie in der Nähe von Zürich. Von beiden Institutionen wurden wir eingeladen.
Sobald es wieder mehrere erwähnenswerte Neuigkeiten zu berichten gibt wird man sicherlich darüber in der „Ziergeflügel und Exoten“ lesen können.

Jörg Asmus