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Vorstellung des Projektes

Etwas zur Geschichte des Programms

Am 29. August 2001 wurde mein Antrag an den Hauptvorstand der VZE positiv entschieden und zunächst das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für den Kleinen Vasapapageien ins Leben gerufen. Mitbegründer dieser Initiative ist der niederländische Züchter Anton Schreuders, der über viele Jahre schon regelmäßige Vermehrungserfolge mit der Subspezies Coracopsis nigra libs zu verzeichnen hat und in der Vergangenheit ebenfalls für das rasche Bekanntmachen des Europäischen Erhaltungszuchtprojektes für den Kleinen Vasapapageien sorgte. Anton Schreuders, Dr. Georg Sauer und ich verfassten Fachberichte über unser Vorhaben für die verschiedenen Zeitschriften in ganz Europa. Einige Züchter meldeten sich in den Folgejahren; zoologische Einrichtungen wurden durch die Koordinatoren gezielt angeschrieben und um eine Zusammenarbeit zur Erhaltung des Kleinen Vasapapageien in Menschenobhut gebeten. Mittlerweile haben wir so 164 Kleine Vasapapageien und 36 Große Vasapapageien in dem Zuchtbuch registriert, verteilt sind diese Exemplare auf insgesamt 41 Privatpersonen bzw. Institutionen in 11 verschiedenen europäischen Staaten (Stand: November 2010).

Akzeptanz in der zoologischen Fachwelt

Wenn man berücksichtigt, dass in der Vergangenheit viele privat geführte Erhaltungszuchtprojekte für die eine oder andere Vogelart klanglos eingeschlafen sind, dann kann man sich vielleicht vorstellen wie schwierig der Anfang eines solchen Unternehmens für die Koordinatoren der Vasapapageieninitiative war. Die Besitzer von Vasapapageien verhielten sich anfangs skeptisch und die zoologischen Einrichtungen in ganz Europa zeigte noch mehr Zurückhaltung bezüglich der Teilnahme an dem Zuchtbuch. Diese wichtigen Barrieren galt es zu überwinden. Wir beschrieben unsere Planungen den zoologischen Mitarbeitern von Vogelparks und Zoologischen Gärten in ganz Europa und versuchten diese Menschen für uns zu gewinnen. Das Vorhaben gelang schließlich und mittlerweile sind der Knuthenborg Safaripark in Dänemark, der Lisbon Zoo in Portugal, die Loro Parque Fundacion in Spanien, Stichting N.O.P. in den Niederlanden, Wildlife Cricket Park sowie Beale Park in Groß Britannien, der Zoo Zürich in der Schweiz und das Vivarium Darmstadt, der Tierpark Berlin und natürlich der Vogelpark Walsrode in Deutschland, wertvolle Teilnehmer unserer Zuchtbemühungen geworden. Ganz besonders erfreulich ist, dass ich in Simon Jensen (Zoologischer Direktor des Vogelparks Walsrode) einen äußerst engagierten Mitstreiter gefunden habe.

Weltweite Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern

Aus der weiteren Arbeit ergab sich zwangsläufig die Notwendigkeit mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zu kommunizieren. Einmal sollten von diesen Leuten Neuigkeiten über ihre jeweilige Arbeit an den Vasapapageien in Erfahrung gebracht werden und andererseits sollte um eine Unterstützung der wissenschaftlichen Mitarbeiter verschiedener Institutionen für das Europäische Erhaltungszuchtprojekt für die Vasapapageien geworben werden. Aus dieser Notwendigkeit entstand ein reger Erfahrungsausstausch mit vielen Wissenschaftlern, die sich für längere Zeit zu Studienzwecken auf Madagaskar aufhielten aber auch zu Zoologen unterschiedlicher naturhistorischer Sammlungen auf der ganzen Welt, die zu einem späteren Zeitpunkt Unterstützung bei den Untersuchungen zur Unterartbestimmung des Kleinen Vasapapageien lieferten. Ich bin froh darüber, dass wir diese Akzeptanz auch in jenen Kreisen erreicht haben und freue mich auf weitere gemeinsame Aufgaben.

Tierärzte

In der Zwischenzeit haben sich einige bekannte Tierärzte angeboten unsere Initiative in tiermedizinischer Sicht zu unterstützen. Dr. Carlo Manderscheid beispielsweise erklärte sich zusätzlich aber auch bereit Berichte ins Französische zu übersetzen und auf diese Weise Kontakte nach Frankreich herzustellen.
In allen Fällen handelt sich ausnahmslos um spezialisierte Tierärzte, die ihr Tätigkeitsfeld an die professionelle Krankheitsbehandlung von Vögeln ausrichten aber auch vorbeugende Untersuchungen am Individuum durchführen. Die Gesunderhaltung der vorhandenen Bestände innerhalb eines Erhaltungszuchtprojektes ist oberstes Gebot unserer Bemühungen, denn fast ausnahmslos gelingt eine erfolgreiche Vermehrung der verschiedensten Vogelarten nur mit gesunden Exemplaren.
Insbesondere denken wir an An- beziehungsweise Verkaufsuntersuchungen, die bei Ver- oder auch Zukauf unbedingt durchgeführt werden sollten, um die bereits vorhandenen Bestände zu schützen. Sicherlich ist auch eine jährlich durchzuführende Routine-Untersuchung äußerst ratsam, die unter anderem auch die Zuchtfähigkeit eines jeden Vogels feststellen lässt.
Wir arbeiten auf diesem Gebiet vor allem mit den bekannten Tierärzten Dr. Marcellus Bürkle, Dr. Carlo Manderscheid (Luxemburg) und Drs. Cyrill und Georg Sauer zusammen. Um auf die Internetpräsentationen der einzelnen Tiermediziner zu gelangen klicken Sie bitte auf die hier unterlegten Namen dieser Herrn. Dieser beinhaltet einen Link zu der jeweiligen Website.

Newsletter

Derzeit fassen wir einmal im Jahr die Aktivitäten der Koordinatoren innerhalb dieses Zeitraums in einem Newsletter zusammen. So sind mittlerweile insgesamt 8 Ausgaben veröffentlicht worden und an die Teilnehmer des Zuchtprojektes verteilt worden. In der Vergangenheit hat es sich immer als sehr schwierig herausgestellt die Newsletter auch in englischer Sprache herauszugeben; mittlerweile haben sich aber einige Enthusiasten gefunden, die die Übersetzung in die englische Sprache kostenlos bewerkstelligen. Mein besonderer Dank gilt dafür Anton Schreuders (Niederlande), Stephen Compton (Groß Britannien), Hildegard Niemann (Deutschland), Herbert Witt (Deutschland) und Carsten Bertz (USA).