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Asity Madagascar (BirdLife in Madagaskar) setzt sich für ein Ende des Raubbaus der natürlichen Ressourcen in den Nationalparks im Nordosten der Insel ein. Nach einem Regierungswechsel in diesem Jahr hatte die internationale Gemeinschaft fast alle Fördergelder gestrichen und den Natur- und Artenschutz in eine prekäre Situation gebracht. In den Nationalparks Madagaskars werden ungehindert wertvolle Edelhölzer wie Mahagoni geschlagen, sehr zum Leidwesen der heimischen Bevölkerung, deren Einkommen aus dem Ökotourismus gefährdet ist. Auch die Tierwelt einschließlich der Lemuren und Vögel wird rücksichtslos ausgeplündert und als "Bushmeat" an Restaurants verkauft. Kritisch könnte diese neue Welle der Zerstörung für etliche seltene Vogelarten werden. Dazu zählen zum Beispiel der Madagaskar-Schlangenhabicht (Eutriorchis astur) und die Helmvanga (Euryceros prevostii), aber auch die im Nordosten lebenden Vasapapageien (Coracopsis vasa, C. nigra). Sollte der gesetzliche Schutz der Nationalparks gänzlich zusammenbrechen, könnte es für einige Arten das Aus bedeuten. Asity Madagascar appelliert an die internationale Gemeinschaft, diese nationale Katastrophe zu verhindern.
(Quelle: PAPAGEIEN 11/2009, S. 366)
